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Der Trick mit der Hosts-Datei: Webseiten umleiten

Als Webdesigner möchte man Webseiten auf seinem Rechner oft schon zugänglich machen, bevor Änderungen an den Nameservern vorgenommen werden. Oft will man sich auch nochmals Daten auf einem früheren Server zur Domain ansehen. Das funktioniert ganz einfach über die eigene Hosts Datei am PC. Damit wird die DNS-Abfrage abgefangen und direkt von der Hosts Datei beantwortet. Mit diesem Trick können sie etwa anderes anzeigen lassen, als normalerweise über die öffentlichen Nameserver ausgeliefert wird.

So lassen sich Webseiten auf dem eigenen PC einfach mit der Hosts-Datei verändern. Mittels eines Tricks sucht der Computer die Webseite dann auf der von Ihnen eingestellten IP, was dazu führt, dass die von Ihnen gewünschte Seite angezeigt wird.  Der PC muss Namen immer in IP-Adressen umwandeln, damit er eine Internetseite anzeigen kann. Dabei wird als erstes die Hosts-Datei durchsucht. Wenn Sie eine Anfrage schon hier abfangen, wird eine DNS-Abfrage gar nicht erst gestartet.

Was ist also zu tun?

  • In Linux ändern Sie einfach die Datei /etc/hosts mit einem Texteditor.
  • Für den Mac gibt es hier eine eigene Beschreibung.
  • In Windows starten Sie den Editor per "als Administrator ausführen" und gehen Sie dann auf Datei > Öffnen.

Im Verzeichnis C:\Windows\System32\drivers\etc findet sich die hosts Datei. Die hat allerdings keine Dateiendung, weshalb sie im Öffnen-Fenster das Dropdown entsprechend auswählen müssen.

Nachdem die Datei geöffnet ist, finden sie dort in unmodifiziertem Zustand einige Kommentarzeilen, die mit einer Raute beginnen. Anschließend folgen die Einträge, die der Rechner beachten wird.

Die Regel ist einfach: IP-Adresse gefolgt von Domain. Wenn Sie also etwa Ihre eigene Webseite von einem anderen Rechner, als in der öffentlichen DNS angegeben - sehen möchten, tragen Sie ein:

91.237.143.115 IhreDomain.at www.IhreDomain.at


Für jede Webseite können Sie zwei Einträge erstellen - einmal mit dem vorangestellten www. und einmal ohne. Die Änderungen der hosts Datei wird sofort für das gesamte System aktiv. Ihr Browser wird ebenso wie alle anderen Anwendungen, die in der Hosts Datei angegebenen Werte verwenden.

Nun kann man - wieder im Terminal angekommen - die interne Namensauflösung noch per "ping" testen. Die Eingabe von ...

ping www.IhreDomain.at


... wird eine Anwort bringen wie:
PING www.IhreDomain.at (91.237.143.115): icmp_seq=1 ttl=64 time=15.025 ms

Vergessen Sie nicht die Änderung wieder rückgängig zu machen. Sie können die Einträge in der Hosts-Datei einfach wieder löschen oder mit einer vorangestellten Raute auskommentieren:

# 91.237.143.115 IhreDomain.at www.IhreDomain.at

 

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